Die Geschichte des Innocenters

Beschluss

Die Delegierten des 28. Zentralverbandstages haben den erw. Zentralverbandsvorstand mit der Prüfung der Möglichkeiten zum Bau eines Innovationszentrums Schornsteinfegerhandwerk beauftragt. Das Ergebnis ist, so der Antragswortlaut “dem 29. Zentralverbandstag vorzulegen und die Richtigkeit der Kalkulationen ist von der Revisionskommission zu prüfen.” Der erw. Zentralverbandsvorstand ist dieser Maßgabe des Zentralverbandstages nachgekommen.

Standortfrage

Zunächst war für den erw. ZV die Frage des möglichen Standorts zu prüfen. Kriterien waren vor allem die gute Erreichbarkeit, der zentrale Standort, das “Dorfsyndrom”, nähe zu Berlin der Bundeshauptstadt und natürlich die Fördermöglichkeiten. Als mögliche Standorte haben sich mit Kassel (Hessen), Würzburg (Bayern), Erfurt (Thüringen) und Berlin vier mögliche Standorte herauskristallisiert. Nach Abwägung aller Parameter hat sich der erw. Zentralverbandsvorstand für den Standort Erfurt ausgesprochen. Zum einen liegt Erfurt in der Mitte Deutschlands und ist somit bestens erreichbar. Des weiteren ist Erfurt Landeshauptstadt, und nur zwei Stunden von Berlin entfernt. Erfurt verfügt über eine sehr gute Infrastruktur die noch weiter ausgebaut wird, egal ob Autobahnnetz, die Bahnverbindungen oder der Flughafen. Erfurt war auch die Stadt welche geförderte Grundstücke zur Verfügung stellen kann die vom Hauptbahnhof mit öffentlichen Verkehrsmitteln sehr gut erreichbar sind. Die S-Bahn fährt im 10 Minuten-Takt das Gewerbemischgebiet Erfurt Süd-Ost an. Die Fahrzeit dauert 17 Minuten. Der Fußweg zur Stadtbahn dauert ca. 2 Minuten. In unmittelbarer Nähe hat sich eine Software-Firma, ein Büromaschinenvertrieb, die Fa. Vaillant sowie Teile des Finanzministeriums und eine medizintechnische Firma mit Rehaabteilung angesiedelt. Das Grundstück ist ein Eckgrundstück, die Ostsicht ist unverbaubar. In der Nähe befindet sich ein Hotel sowie Möglichkeiten zum Mittagessen. Der Kaufpreis liegt erheblich unter Verkehrswert. Das Grundstück ist knapp 4000 qm groß und bietet Erweiterungsmöglichkeiten.

Grundkonzept / Gebäudevorrausetzungen

Zunächst wurde eine Raumbedarfsanalyse vorgenommen, bei der alle Ressorts beteiligt waren. Danach wurde der Raumbedarf ermittelt der Brutto bei ca. 450 m2 liegt. Wenn man die geplanten Entwicklungspotentiale berücksichtigt, erscheint ein Raumbedarf von 610 m2 als angemessen. Des weiteren wurde eine Hausmeisterwohnung mit eingeplant. Die Vergangenheit in Troisdorf, aber auch bei anderen Objekten hat gezeigt, dass eine direkte Ansprechperson im Haus, maßgeblich zur Werterhaltung des Gebäudes beiträgt und auch aus sicherheitstechnischen Gründen Vorteile hat. Das EG wird fast komplett vom der (neu zu gründenden) GmbH genutzt. Bis auf den Versuchsraum, den Versand- und Verpackungsraum, und dem Schulungsraum welche gemeinschaftlich genutzt werden. Im 1.OG befinden sich die Büros des ZDS, des DSBF das Archiv, eine Teeküche, sowie zwei durch eine Faltwand getrennte Besprechungsräume. Im 2.OG ist die Hausmeisterwohnung geplant. Die Grundmaxime bei der Planung war, durch die Baustoffe und Bauweise des Gebäudes auch unsere Verbandsphilosopie zu demonstrieren.

Perspektiven durch Transparenz

Deswegen wurde an und in diesem Gebäude sehr viele mit Glaselementen und Mobilwandsystemen geplant. Die Tatsache, dass sämtliche Untergliederungen bis zu letzt sehr konstruktiv an der Gebäudegestaltung, bzw. Planung mitgearbeitet haben und es noch tun, zeugt davon, dass dieses Projekt in der ZDS-Geschichte einmalig ist. Die endgültigen Pläne werden deshalb, mit den von den Untergliederungen vorgeschlagenen umsetzbaren Änderungen, den Delegierten separat zugeschickt. Das Gebäude soll schlüsselfertig in Niedrigenergiebauweise inkl. Photovoltaikanlage errichtet werden. Die Investitionssumme liegt bei ca. 3, 2 Mio DM. Der für den Versuchsraum geplante Klimakammer (Schornsteinraum) wird nicht mit dem Bau des Innovationszentrums komplett beendet, sondern nur bis zu den normalen Baumaßnahmen ausgeführt. Die Klimakammer (technische Ausstattung) wird im Anschluss erstellt. Die geplante Photovoltaikanlage wird sofort eingebaut. Der Bau des Innovationszentrums in Erfurt ist aus finanzieller Sicht und aus der Sicht der vier Ressorts der Schritt in die Zukunft des ZDS, ein bedeutender Schritt der unsere Perspektiven auch nach außen sichtbar macht.