Juni 2016: Gemeinsam spitze in Vergangenheit und Zukunft

Mathias Kazek

Unter dem Motto „Gemeinsam SPITZE“ trafen sich im Rahmen des 38. Zentralverbandstages die Delegierten aller ZDS-Untergliederungen auf der Zugspitze in Bayern. Das Motto traf allerdings nicht nur die Location auf den Punkt, sondern symbolisiert die gemeinsame Arbeit der ZDS-Funktionsträger und die Unterstützung durch unsere Mitglieder.

Trotz zahlreicher personeller Änderung in letzter Zeit, selbst in den Reihen der hauptamtlichen ZDS-Funktionäre, konnten wir wieder ein gutes Team aufbauen, bei dem sich die verschiedensten Fähigkeiten ergänzen und Schwächen ausgeglichen werden. In der neuen Konstellation starteten wir gemeinsam als ZDS auch in die Tarifkampagne „bist du ok?“, auf die wir uns gemeinsam akribisch und zielorientiert vorbereitet haben. Bundesweit wurden Referate neu eingeteilt. Im Nachhinein betrachtet, erkannten alle Amtsträger eine Weiterentwicklung bei der Herausforderung, sich in die neuen Aufgaben einzuarbeiten. In der Familie ZDS war es für viele das erste Mal, in so einem großen Gremium wie dem Zentralverbandstag zusammen zu tagen. Sicherlich wurde vielen Mitstreitern bei den Verabschiedungen der Ehemaligen bewusst, dass das ehrenamtliche Engagement bei den Kolleginnen und Kollegen, mit denen man Seite an Seite gearbeitet und gekämpft hat, sehr viel Anerkennung mit sich bringt. Standing Ovations über eine gefühlte Ewigkeit für die Personen, die sich über Jahre hinweg für unsere Grundsätze eingesetzt und gekämpft haben.

Auch wurde in kurzer Vergangenheit das Empfinden der Mitglieder zum ZDS auf verschiedensten Veranstaltungen abgefragt und in einem Leitbild niedergeschrieben. In unserem Leitbild, ein schönes, uns stolz machendes Ergebnis unserer Solidargemeinschaft. Dieses Leitbild spiegelt sich auch in dem ZDS-Leitbild-Film wider, der direkt zu Anfang der Delegiertentagung veröffentlicht wurde. Im Nachgang sorgte dieser auf der Facebook-Seite des ZDS dafür, eigene Rekorde, was die Aufrufe anbelangt, zu brechen. Was in diesem Film immer wieder auffällt, wenn man mal hinter die Kulissen schaut, ist, dass nichts umsetzbar wäre, wenn wir nicht in so einer großen Gemeinschaft zusammenstehen und agieren würden. Ein Einzelner könnte niemals die Überwindung eines Kollegen aufbringen, den Spind beim Chef auszuräumen und mit in den Streik zu ziehen. Ein Einzelner könnte niemals einen Kollegen durch Spenden so weit unterstützen, dass dies spürbar ist. Ein Einzelner hätte den ZDS nicht so stark gemacht, dass wir im Arbeitsrecht so viel Durchsetzungsvermögen besitzen. Und als Einzelner könnten wir uns auch nicht so intensiv für die Weiterentwicklung und das Bestehen unseres Handwerks einsetzen, wie wir es heute tun.

Viele Punkte im Arbeitsrecht und auch Grundrecht waren nicht immer so selbstverständlich. Und in vielen Fällen kämpften einmal Gewerkschafter für diese uns heute selbstverständlichen Rechte. Der ZDS bietet nicht nur Sicherheit. Über viele Jahre wurden Säulen gegründet und Kooperationen geschlossen. Beispielsweise durch die Handwerksschule können Mitglieder bundesweit Weiterbildung zu Vorteilspreisen vor Ort wahrnehmen. Durch den Schornsteinfegerverlag können wir zu Vorteilspreisen Arbeitshilfen und Fachlektüren erwerben. Der SIB versorgt uns mit Werkzeug und Arbeitskleidung rund um das Schornsteinfegerhandwerk. Auch diese Leistungen können wir als ZDS nur bieten, weil viele Mitglieder diesen Service nutzen. Und umso mehr es werden, umso mehr von uns können Nutzen und Vorteile daraus ziehen, was uns als Gewerkschaft und Fachverband auch wieder stärker macht.

Wir erkennen, dass, anders als vermutet, der solidarische Gedanke bei jungen Kolleginnen und Kollegen nicht abnimmt. Dies spiegelt sich auch in den Mitgliederzahlen wider. Bundesweit verzeichnen wir im Durchschnitt 3 % Zuwachs in den letzten zwei Jahren. 3 % mehr Weggefährten, die gemeinsam für unsere Rechte einstehen. Und dass die Zukunft unseres Handwerks und der Durst nach stetiger Weiterbildung und Weiterentwicklung noch lange nicht gestillt ist, zeigt der Zuwachs an Fördermitgliedern von 20 % in den letzten zwei Jahren.

Wir übernehmen Verantwortung, helfen einander, stehen zusammen und bieten als starke Gemeinschaft auch den Schwächsten von uns Schutz, geben aber auch die Unterstützung für die Starken, durchzugreifen.

Lasst uns gemeinsam mit dieser Unterstützung so weitermachen und dadurch noch besser werden.

NUR GEMEINSAM SIND WIR STARK

Mathias Kazek

Regionalsekretär Südwest

Zurück