Februar 2015: Sie werden mit dem nächsten freien Operator verbunden ...

Über Kollegialität und Menschlichkeit im Verband

Frank Weber

Was zeichnet den ZDS aus? Was macht ihn so besonders? Im Unterschied zu vielen anderen Verbänden und Gewerkschaften hat die Mitgliederzahl im ZDS in den letzten Jahren stetig zugenommen. Natürlich sind die Leistungen, die unsere Mitglieder erhalten, und die Absicherung, welche eine ZDS-Mitgliedschaft bietet, an sich schon gute Argumente, dem ZDS beizutreten. Hinzu kommt, dass es sich im Schornsteinfegerhandwerk und letztendlich auch beim ZDS um eine große Familie handelt. Wer nicht Mitglied ist, gehört irgendwie auch nicht dazu und kann sich, wenn es nötig ist, dann nicht auf die Solidarität und Unterstützung seiner Kolleginnen und Kollegen verlassen. Die tägliche Arbeit ist dann auch nicht mehr wert als der Mindestlohn, der gerade einmal 12,78 € für eine Stunde festsetzt. Schließlich kommen nur diejenigen in den Genuss der vollen tariflichen Leistungen, die diese mit erstritten und erkämpft haben. 

All das sind schon ausreichende Argumente für eine Mitgliedschaft in der besten Organisation des Handwerks. Der ZDS bietet aber mehr, viel mehr sogar. Es ist die Nähe der Funktionsträger auf allen Ebenen zum einzelnen Mitglied. Uns als Verband interessieren Einzelschicksale und wir bieten allen eine maßgeschneiderte Hilfe und Unterstützung an. Wir zeigen dabei keine Probleme auf, sondern lösen sie. Wir sind persönlich für unsere Mitglieder da – emphatisch, kollegial und freundschaftlich. Das ist es, was vielen Menschen in unserem Land in der eigentlichen „Dienstleistungsgesellschaft“ fehlt. Wer kennt sie nicht, die so genannten Hotlines und Callcenter, die uns tagtäglich immer dann auf endlose Warteschleifen schicken, wenn wir ein Problem haben und eine schnelle Lösung dafür brauchen? Nur um uns am Ende der Wartezeit mit einem freundlichen „Operator“ zu verbinden, der, nachdem er unsere gesamten persönlichen Daten, Kennwörter, Kundennummern sowie die aller Familienmitglieder und des Hundes erfragt hat, uns freundlich mitteilt, dass wir über eine Mail über die weiteren Schritte unserer Problemlösung informiert werden. Dann stehen wir wieder alleine da, wirklich geholfen hat uns niemand. Dafür können wir diese „Hilfe“ aber 24 Stunden an 7 Tagen der Woche in Anspruch nehmen. 

Genau deshalb tut es so gut, Menschen an seiner Seite zu wissen, die eben nicht eine Nummer auf dem Desktop sehen, sondern uns als Menschen und Kollegen wahrnehmen. Zu wissen, dass diese Kolleginnen und Kollegen in guten und in schlechten Zeiten immer ein offenes Ohr und oft auch eine Lösung für die Probleme anbieten und den Vorgang nach dem Gespräch nicht einfach ablegen, sondern sich weiter kümmern. Dieses Kümmern findet übrigens häufig schon statt, bevor die Probleme entstehen können. So schaffen wir vielerorts die Probleme aus dem Weg, bevor sie bei den Kolleginnen und Kollegen ankommen: Tarifverträge, Vereinbarungen zur Altersvorsorge und Ausbildungsumlagefinanzierung sind hier nur einige Beispiele.

Genau das bietet der ZDS, Menschlichkeit, Kollegialität und Gemeinschaft. In unserer Fachzeitung wollen wir uns künftig stärker Themen annehmen, welche die Arbeit vor Ort betreffen, angereichert mit Praxistipps und weiteren Beiträgen. Für Anregungen und Eure Mithilfe sind wir natürlich sehr dankbar.

Für Euch alle ein gutes Jahr 2015 und für unser Handwerk und den ZDS eine Fortsetzung der erfolgreichen Arbeit!

Euer
Frank Weber

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