18.02.2013: Bundesweit 1.000 neue Ausbildungsplätze ist das Ziel Mindestens ein Ausbildungsplatz pro Landkreis

Ausbildungskostenausgleichskasse ebnet den Weg in die Zukunft

Sankt Augustin/Erfurt - Bundesweit 1.000 neue Ausbildungsplätze schaffen. So lautet eines der Ziele, das sich der Bundesverband des Schornsteinfegerhandwerks (ZIV) gemeinsam mit dem Zentralverband Deutscher Schornsteinfeger (ZDS) e.V. auf ihre Fahne geschrieben haben. Mit der Gesamtzahl von 1.000 Ausbildungsplätzen haben Frank Weber, 1. Vorsitzender des ZDS und Hans-Günther Beyerstedt, Präsident des ZIV, eine erste Marge gesetzt, die es nun zu erreichen gilt.

Um dieses Ziel zu erreichen und die Ausbildung im Schornsteinfegerhandwerk auf Dauer zu sichern, gründete der Bundesverband des Schornsteinfegerhandwerks (ZIV) sowie der Zentralverband Deutscher Schornsteinfeger (ZDS) e.V. Ende des vergangenen Jahres eine Ausbildungskasse (AKS). Mit der Allgemeinverbindlicherklärung dieser durch den Tarifausschuss der Spitzenorganisationen der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) und des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) haben die Initiatoren die Weichen dafür gestellt, die Berufsausbildung im Schornsteinfegerhandwerk für die Zukunft zu sichern und so einem möglichen Fachkräftemangel entgegenzuwirken.

Dass diese Idee zur Gründung einer Ausbildungskostenausgleichskasse nur ein erster Schritt zur Sicherung der Fachkräfte im Schornsteinfegerhandwerk war, beweist, dass die beiden Verbände bereits ein weiteres Projekt vorantreiben:

In einer bundesweiten Kampagne verfolgen ZDS und ZIV das gemeinsame Ziel, dass in jedem Landkreis der Bundesrepublik Deutschland ein oder mehrere Ausbildungsplätze im Schornsteinfegerhandwerk angeboten werden.

In Folge der immer lauter werdenden Klagen über einen Fachkräftemangel sieht sich eine steigende Anzahl an Wirtschaftsbereichen vor der Herausforderung, diesem mit geeigneten Maßnahmen zu begegnen. Gerade auch das Thema der Berufsausbildung ist davon berührt. Eine Berufsausbildung zieht sich über mehrere Jahre hinweg. Dies führt dazu, dass ein Fachkräftemangel oft erst mit einer zeitlichen Verzögerung zu einer Erhöhung der Zahl der benötigten Arbeitnehmer mit geforderter Qualifikation führt. Immer noch gibt es in Deutschland viele Regionen, die trotz des akuten Fachkräftemangels keine Ausbildungsplätze anbieten.

„Die Ausbildung in unserem Handwerk zu fördern und auf diesem Wege den Nachwuchs für diesen Wirtschaftszweig zu sichern, ist im Sinne aller Berufsangehörigen. In Zeiten des demographischen Wandels geben wir jungen Menschen eine Chance zur Ausbildung und schaffen eine Grundlage für deren Zukunft.“, sind sich Hans-Günther Beyerstedt und Frank Weber sicher.

Auf Grundlage des Tarifvertrages zahlen die Schornsteinfegerbetriebe kalenderjährlich einen Beitrag von 4,4 % der Summe der Bruttolöhne aller in ihrem Betrieb beschäftigten gewerblichen Arbeitnehmer, die mit der Ausübung von Schornsteinfegertätigkeiten betraut sind, an die AKS. Der Beitrag zur AKS orientiert sich an den gezahlten Bruttolöhnen der Betriebe, um die Leistungsfähigkeit der Betriebe zu berücksichtigen. Der Verpflichtung der Betriebe zur Einzahlung in die Ausbildungskostenausgleichskasse steht der Anspruch jedes Betriebes auf Ausbildungskostenausgleich gegenüber. Die Vertragspartner sind sich sicher, dass die Ausbildungskostenausgleichskasse die Ausbildung im Schornsteinfegerhandwerk sichert und ein Garant für die Zukunft ist.

„In Deutschland gibt es in unseren 16 Bundesländern insgesamt 295 (Land-)Kreise. Wir bauen auf eine konstruktive Zusammenarbeit mit unseren Landes-Innungsverbänden und Innungen und sind zuversichtlich, unser Projekt gemeinsam erfolgreich umsetzen zu können.“, freuen sich Frank Weber und Hans-Günther Beyerstedt auf die Herausforderung, zukünftig jedem Landkreis im Bundesgebiet mindestens ein Ausbildungsplatzangebot im Schornsteinfegerhandwerk unterbreiten zu können.

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