08.11.2012: Rechtsextremer Schornsteinfeger ist Schande für Berufsstand

Schornsteinfegergewerkschaft begrüßt Urteil des Bundesverwaltungsgerichtes

Erfurt – Der Zentralverband Deutscher Schornsteinfeger e.V. - Gewerkschaftlicher Fachverband- begrüßt als zuständige Branchengewerkschaft für das Schornsteinfegerhandwerk die Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichtes zum Fall eines öffentlich bestellten Schornsteinfegers, dem sein Kehrbezirk entzogen wurde.

Der Bundesvorsitzende der Gewerkschaft Frank Weber MdL sagte hierzu: "Wir haben als Gewerkschaft gehofft, dass das BVG zu einer solchen Entscheidung kommen wird, da der betreffende Berufsangehörige eine Schande für den gesamten Berufsstand ist. Gerade für uns als Arbeitnehmervertreter ist es wichtig, dass die demokratischen und gesellschaftlichen Grundwerte von allen, die unsere Berufskleidung tragen, geachtet werden." Schließlich sei auch die Schornsteinfegergewerkschaft, wie alle anderen unabhängigen Gewerkschaften in der NS Zeit verboten und ihre Mitglieder der politischen Verfolgung ausgesetzt gewesen, erklärt der Bundesvorsitzende. "Alle Kolleginnen und Kollegen, die unsere traditionelle Berufskleidung tragen, sind eine Visitenkarte für unseren Berufsstand. Wir legen großen Wert darauf, dass diese Visitenkarte auch für Toleranz gegenüber allen unseren Kunden und damit allen Bürgerinnen und Bürgern in unserem Land steht.

Jemand der im "Dienste der Allgemeinheit" Tätigkeiten ausführt und damit Zugang ins direkte Lebensumfeld der Menschen hat, kann nicht gleichzeitig deren Rechte einschränken und beschneiden wollen", so Weber.

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