16.03.2012: Wahl zur Miss und Mister Handwerk 2012

Germany´s Power People
Die Gewinner Miss und Mister Handwerk 2012 stehen fest

München – Viele Wochen und Monate hat Schornsteinfegerin Vanessa Didam (19) aus Schmallenberg in Nordrhein-Westfalen auf diesen Tag hin gefiebert. Am Freitag, den 16. März 2012 war es dann endlich soweit: der Tag der Entscheidung um die Wahl zur Miss Handwerk 2012. Hierzu ist sie extra einen Tag zuvor gemeinsam mit ihrer Freundin per Zug in die bayrische Landeshauptstadt gereist, denn Vorbereitung ist alles.

Zunächst stand ein gemeinsames Kennen lernen der Mitkonkurrenten an. Sechs Männer und sechs Frauen aus den verschiedensten Handwerksberufen haben sich in Internet-Abstimmungen und Vorauswahlen fürs Finale qualifiziert und hofften nun auf die goldene Siegerschärpe aus den Händen des Deutschen Handwerkspräsidenten. Wer aber glaubt, dass es hier verbissen zuging, wurde eines Besseren belehrt, denn im Vordergrund standen der Spaß und die Freude über den Wettbewerb und auch der ganz normale handwerkliche Plausch. Jedoch endete der Abend nicht allzu spät, denn man wollte sich am Entscheidungstag schließlich von der besten Seite zeigen.

Der nächste Tag begann recht früh mit einem gemeinsamen Gang über die Messe. „Ich bin schon sehr aufgeregt“, verriet Vanessa. Beeindruckt war sie zudem, dass einige sogar einen ganzen Fanclub dabei hatten. So gab es etliche T-Shirts, auf denen das Konterfei der Kandidaten prangte. Ein Hauch von DSDS lag über den Messehallen. Bedenkt man, dass dieser Entscheid erst das zweite Mal stattfindet, muss man den Machern der Verlagsanstalt Handwerk schon großen Respekt zollen.

Dann war es endlich soweit. Geschminkt und gestylt von Dilek Haircouture München absolvierten die Teilnehmer ihre Auftritte wie Profimodels: Vom Catwalk in den Zuschauerraum und zurück stellten sie sich in Einzelinterviews den Fragen der Moderatoren, die dabei – gewollt oder unbeabsichtigt – kein Vorurteil über das Handwerk ausließen. Der Moderator auf der Bühne des Bayerischen Rundfunks in der Messehalle A3 der Internationalen Handwerksmesse in München staunte nicht schlecht: „Ihr seid’s alle so zielstrebig!“, rief er den zwölf jungen Handwerkerinnen und Handwerkern zu, die um den begehrten Titel wetteiferten.

In den Einzelinterviews wurden die Kandidaten nach den Gründen für ihre Berufswahl und nach ihren Hobbys gefragt, aber auch vor den typischen Klischees machten die Moderatoren nicht halt: „Anlagenmechaniker, was ist das?“, „Wie fühlst Du Dich als Schornsteinfegerin allein unter Männern?“, „Können Bäcker mit ihren extremen Arbeitszeiten überhaupt Freundschaften pflegen?“ Alle antworteten souverän und machten deutlich, dass sie Handwerker und Handwerkerinnen mit Leib und Seele sind.

Die Qual der Wahl hatte dann nicht nur die siebenköpfige Jury, sondern auch das Publikum. Rund 200 Zuschauer durften mit abstimmen, wer die diesjährigen Repräsentanten einer Handwerkergeneration sein sollen, die ihre Berufswahl aus Überzeugung getroffen hat. Die Juroren – ZDH-Präsident Otto Kentzler, der Vorsitzende der Signal-Iduna-Versicherungsgruppe, Reinhold Schulte, Oliver Herzig, Managing Director von Sage, Mister und Miss Handwerk 2011, Dirk Leven und Michaela Lang, sowie Claudia Stemick und Geschäftsführer und GPP-Initiator Hans Jürgen Below von der Verlagsanstalt Handwerk brauchten recht lange für die Entscheidung: Die Gewinner des diesjährigen Titels Miss und Mister Handwerk 2012 sind Dachdeckerin Nina Franke (22) aus Hattingen und Bäckermeister Michael Arens (36) aus Köln.

War die Enttäuschung bei unserer ZDSlerin Vanessa und den neun anderen Kandidaten anfangs noch groß, am Abend war schon alles vergessen, als sie mit tosendem Applaus bei der Abschlussfeier im Brauhaus empfangen wurden, denn „bei dieser Veranstaltung gibt es keine Verlierer“, so Initiator Hans Jürgen Below. Die Zusammenarbeit mit diesen begeisterungsfähigen jungen Leuten habe viel Spaß gemacht – von der Kalenderproduktion bis zum Höhepunkt in München.

Und auch Vanessa hat keinen Grund traurig zu sein, im Gegenteil. Sie ist die erste Schornsteinfegerin, die die Endausscheidung erreicht hat, und dabei hat sie sich tapfer geschlagen. Vielleicht klappt es ja im nächsten Jahr mit der ersten Schornsteinfegerin oder dem ersten Schornsteinfeger als Miss/Mister Handwerk!

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