29.11.2013: Tarifaktion in Schwerin - Schornsteinfeger fordern gleiche Löhne in Ost und West

Pressemeldung vom 29.11.2013

Schwerin – Auch 23 Jahre nach der Wende gibt es im Schornsteinfegerhandwerk immer noch riesige Unterschiede zwischen den Löhnen im Westen der Republik und denen im Osten.

Mit einer Zusammenkunft beim Haupttor vor dem Schweriner Schloss am morgigen Freitag um 17 Uhr wollen die abhängig beschäftigten Schornsteinfeger der Tarifkommission der Arbeitgeber und die Öffentlichkeit darauf aufmerksam machen, dass in den laufenden Tarifverhandlungen nur durch eine Anpassung der Löhne eine zukunftsweisende Perspektive für die Kolleginnen und Kollegen in Mecklenburg-Vorpommern hergestellt werden kann.

Der bundesweite Fachkräftemangel, der auch unser Handwerk erreicht hat, sorgt für eine stetige Abwanderung aus Mecklenburg Vorpommern in Bundesländer mit deutlich höheren Löhnen. So verdienen im benachbarten Schleswig-Holstein bereits junge Berufseinsteiger mit geringer Berufserfahrung mehr als hochqualifizierter KollegenInnen in M-V mit Meisterbrief! Dieser Trend kann nur durch eine Angleichung der Löhne gestoppt werden.

Bevollmächtigten Bezirksschornsteinfeger bekommen für ihre durchgeführten Arbeiten bereits bundeseinheitliche Gebühren. Hier ist die Angleichung gelungen und nun ist es an der Zeit, dieses auch für die ArbeitnehmerInnen umzusetzen, damit auch die zukünftigen Generationen von Schornsteinfegern gerne in ihrem Beruf in Mecklenburg-Vorpommern arbeiten und dafür auch gerecht und fair entlohnt werden.

Sollten die Arbeitgebervertreter sich auch in der nächsten Tarifverhandlungen nicht bewegen, sind erstmals in der Geschichte des Schornsteinfegerhandwerks in M-V auch Streiks nicht mehr auszuschließen. Die Friedenspflicht der KollegenInnen endet am 31.12.2013.

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