Gewerkschaftlicher Fachverband für Schornsteinfeger

Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen,

Mathias Kazek

egal wo man hinschaut, wird im Schornsteinfegerhandwerk über Fachkräftemangel gesprochen. Seien es Termine bei Ministerpräsidenten, den Innungen oder den zuständigen Behörden für die Kehrbezirksvergabe. Das Thema Fachkräftesicherung zieht sich durch alle Ebenen. Alle machen sich Gedanken darüber, wie wir Schornsteinfeger in Zukunft unsere Arbeiten vollziehen sollen, wenn der Nachwuchs fehlt.

Mitarbeiter zu finden ist auch nicht ganz so einfach wie in anderen Gewerken. In unserem Handwerksgesetz gibt es ja, Gott sei Dank, noch § 2 Teil 1, in dem festgeschrieben ist, dass die Mindestanforderung zur Durchführung der Arbeiten in Schornsteinfegerbetrieben der Gesellenbrief ist. Wir können keine Zeitarbeitsvermittlung beauftragen. Obwohl „Gott sei Dank“ eigentlich auch nicht die richtigen Worte sind. Vielmehr ist es den Funktionsträgern, den Mitgliedern des ZDS und in dem Fall auch der Zusammenarbeit mit der Innung zu verdanken. Wir haben schon immer für Qualität im Handwerk gekämpft, und da wir einen sehr verantwortungsvollen Beruf haben, gehört auch dazu, dass nicht jeder unsere Arbeiten verrichten darf. Wir müssen uns dafür einer Ausbildung unterziehen, in der wir technisches Wissen, aber auch Verantwortungsbewusstsein und den Umgang mit Kunden lernen. Bevor wir selbstständig arbeiten dürfen, müssen wir Prüfungen ablegen, in denen festgestellt wird, ob wir uns der Aufgaben bewusst sind und ob wir überhaupt das fachliche Wissen besitzen, diese zu bewältigen.

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Aktuelles

23.07.2015: Erster Entwurf zum Altanlagenlabel veröffentlicht

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) hat einen Referentenentwurf zum ersten Gesetz zur Änderung des Energieverbrauchskennzeichnungsgesetzes für ein „Nationales Effizienzlabel für Heizungsaltanlagen“ veröffentlicht. Die Einführung eines Effizienzlabels für Heizungsaltanlagen ist eine Maßnahme aus dem NAPE (Nationaler Aktionsplan Energieeffizienz) und soll die Motivation des Verbrauchers fördern, alte ineffiziente Heizungsanlagen auszutauschen.

Zur Vergabe des Etiketts werden nach dem aktuellen Stand ab 2016 Heizungsinstallateure, Schornsteinfeger, Gebäudeenergieberater des Handwerks und Ausstellungsberechtigte nach § 21 EnEV berechtigt. Darüber hinaus werden die bevollmächtigten Bezirksschornsteinfeger ab dem Jahr 2017 verpflichtet, bei fehlenden Etiketten, diese auf dem Heizgerät anzubringen.

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27.02.2015: Neuer Bundesvorsitzender an der Spitze der Schornsteinfegergewerkschaft gewählt.

 

Erfurt 27.02.2015 – Schornsteinfeger bringen Glück sagt das Sprichwort. Ab heute werden sie dies zumindest auf der gewerkschaftlichen Seite unter neuer Führung tun. In Erfurt tagte der erweiterte Bundesvorstand der dort ansässigen Schornsteinfegergewerkschaft namens Zentralverband Deutscher Schornsteinfeger e.V. – Gewerkschaftlicher Fachverband-. Das Gremium welches aus den Gewerkschaftsvorsitzenden der 16 Bundesländer besteht, wählte Daniel Fürst zum neuen Bundesvorsitzenden. Der dreißigjährige Baden- Württemberger Fürst leitete die Abteilung Finanzen/Verwaltung in der bundesweit 7000 Mitglieder zählenden Organisation.

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06.11.2014: Tarifausschuss befürwortet erneut die Allgemeinverbindlicherklärung einer Ausbildungskasse im Schornsteinfegerhandwerk

Berlin/ St. Augustin/ Erfurt – Der Tarifausschuss der Spitzenorganisation der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) und des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) hat am 06. November 2014 in Berlin erneut die Allgemeinverbindlicherklärung des „Tarifvertrages über die Förderung der beruflichen Ausbildung im Schornsteinfegerhandwerk“ vom 1. Juli 2014 einstimmig befürwortet.

Es ist nun davon auszugehen, dass das Bundesministerium für Arbeit und Soziales diese Allgemeinverbindlicherklärung in den nächsten Tagen im Bundesgesetzblatt veröffentlichen wird.

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