Häufige Fragen für Schornsteinfeger zum Coronavirus

Hier haben wir die häufigsten Fragen zum Umgang mit dem Coronavirus von Schornsteinfegern zusammengestellt. Bei weiteren Fragen empfiehlt es sich den örtlich zuständigen Gewerkschaftsvertreter zu kontaktieren.

Die Gefährdungsbeurteilung der BG Bau sowie die von der Regierung eingeführten Maßnahmen besagen, dass nicht zwingend eine Schutzmaske getragen werden muss. Regelmäßiges Händewaschen, möglichst keine Gegenstände/Handläufe/Türklinken im Haus anfassen und ein Abstand von mindestens 1,5 Meter zum Kunden oder anderen Menschen, die wir auf der Arbeit treffen, reichen aus, um das Risiko der Ansteckung und der Verbreitung des Virus zu minimieren. Zudem müssen Handwerker vor Betreten der Haushalte klären, ob die Bewohner zu einer Risikogruppe gehören oder aber z.B. in Quarantäne sind. In diesen Fällen können die Arbeiten nach Feuerstättenbescheid nach hinten verschoben werden. Ebenso ist es ratsam, Termine vorab anzukündigen oder telefonisch Rücksprache über die Situation zu halten, um den Kundenkontakt so gering wie möglich zu halten.

Da die Schornsteinfegerbetriebe angehalten sind, ihre gesetzlich verankerten Schornsteinfegerarbeiten weiter durchzuführen, ist nicht damit zu rechnen, dass in den Betrieben Ausfälle entstehen, die zum Einführen von Kurzarbeit berechtigen.

Auch wenn ein Geschäft, Shop oder eine Firma wegen der aktuellen Situation geschlossen ist, entbindet das die Eigentümer nicht von der Pflicht, die Schornsteinfegertätigkeiten ausführen zu lassen. In diesem Fall sollte telefonisch Kontakt zu Hausmeistern, Verwaltern oder Eigentümern aufgenommen werden, um einen Termin auszumachen.

Wenn der Betrieb geschlossen wird, egal auf welcher Grundlage, soll der Ausbildungsrahmenplan so angepasst werden, dass keine Lehrzeit verschwendet wird. Hier kann z.B. das Erlernen von theoretischem Wissen vorgezogen werden. Diese doch sehr spezielle Frage wird jedoch am besten in direkter Absprache mit einem Ansprechpartner der Gewerkschaft oder Innung vor Ort thematisiert.

Erfahrungsberichte verschiedener Schornsteinfeger zeigen verschiedene Wege auf. Die einen fragen regelmäßig bei Kunden, ob sie sich die Hände waschen können. Andere haben Seife und einen Wassereimer oder Wasserkanister im Auto, um sich hier regelmäßig die Hände zu waschen. Auch eine Möglichkeit ist ein Desinfektionsmittel oder aber Reinigungstücher, die ebenso wie Seife fettlöslich sind und nach aktuellen Informationen so das Coronavirus zerstören.

Ja. Zum Beispiel kannst du Fristen dafür fordern, um die Kurzarbeit erst mal zu befristen und dann neu zu beurteilen. Oder du kannst dir z.B. auch vertraglich zusichern lassen, dass, wenn eine Kündigung in den kommenden fünf Jahren erfolgt, der Arbeitgeber den Verlust durch die Kurzarbeit ausgleichen muss. Da die Varianten sehr vielfältig werden können, empfiehlt es sich, Kontakt zu den örtlich zuständigen Gewerkschaftsvertretern aufzunehmen.

Nein, er darf dich nicht zwingen, deinen Urlaub spontan zu nehmen, um die Krise zu überwinden, da dies eine unerlaubte Verlagerung des Betriebsrisikos darstellen würde. Ausnahme ist, wenn ein Antrag auf Kurzarbeit gestellt werden soll. Dann muss der Urlaub aus 2019 erst genommen worden sein. Prinzipiell sollten wir in der aktuellen Situation aber alle sehr flexibel und entgegenkommend sein. Sollten hier Unsicherheiten bestehen, kann der örtlich zuständige Gewerkschaftsvertreter bei der individuellen Situation sicher mit Rat zur Seite stehen.

Nein, darf er nicht. Denn Kurzarbeit ist das letzte Mittel, um vorübergehende Notlagen zu bewältigen. Überstunden weisen ja darauf hin, dass diese Situation nun überstanden ist.


Häufige Fragen für Kunden zu Schornsteinfegerarbeiten mit Corona

Hier haben wir die häufigsten Fragen von Kunden von Schornsteinfegern zusammengestellt. Bei weiteren Fragen empfiehlt es sich den zuständigen Schornsteinfeger direkt zu kontaktieren.

Durch den Schornsteinfeger besteht keine erhöhte Ansteckungsgefahr. Der Schornsteinfeger ist angehalten, vorgeschriebene Hygienemaßnahmen einzuhalten. Sie können den Schornsteinfeger hierbei unterstützen, indem Sie von Begrüßungen mit Händedruck absehen, einen Sicherheitsabstand von mindestens 1,5 Meter sicherstellen oder beispielsweise die für die Tätigkeiten zu öffnenden Türen vorab öffnen, den Weg zu den Arbeitsplätzen möglichst freihalten und nicht unbedingt notwendige Gespräche auf einen späteren Zeitpunkt verschieben oder telefonisch durchführen.

Grundsätzlich sind die Pflichten, die aus Ihrem Feuerstättenbescheid hervorgehen, weiterhin zu erfüllen. Sie können zusammen mit Ihrem Schornsteinfeger den für Sie besten Weg finden. Sollten Sie Bedenken haben, können Sie im Vorwege mit Ihrem Schornsteinfeger telefonieren und sich absprechen.

Nein. Die üblichen Vorsichtsmaßnahmen reichen aus. Hierzu zählen besonders ein ausreichender Abstand und richtiges Händewaschen. Auch unsere Kolleginnen und Kollegen freuen sich über das Angebot, sich ausgiebig die Hände waschen zu können.

Nach Einschätzung des Bundeswirtschaftsministeriums können Schornsteinfegertätigkeiten nicht dauerhaft aufgeschoben werden, da sie wesentlich zur Gefahrenabwehr beitragen. Vielmehr ist immer eine Abwägung im Einzelfall zu treffen. Alle Arbeiten, die ohne großes Risiko durchgeführt werden können, sollten – unter Berücksichtigung der bekannten Verhaltens- und Hygienemaßnahmen – daher auch durchgeführt werden. Grundsätzlich können diese Arbeiten im Rahmen der im Feuerstättenbescheid festgelegten Fristen kurzfristig verschoben werden, sofern dies unter dem Aspekt der Gefahrenabwehr (Betriebs- und Brandsicherheit) vertretbar ist. Hier muss der Schornsteinfeger im Einzelfall entscheiden (evtl. auch unter sinngemäßer Anwendung des § 14a Abs. 3 Nr. 2 SchfHwG). Die zuständige Behörde sollte auch immer informiert und in den Entscheidungsvorgang einbezogen werden. Sprechen Sie hierzu Ihren Schornsteinfeger an.

Sprechen Sie mit Ihrem Schornsteinfeger und erläutern Sie ihm Ihre Situation. Der Schornsteinfeger kann im Fall der Quarantäne oder bei Risikogruppen aus Sicht der Betriebs- und Brandsicherheit im vertretbaren Einzelfall Entscheidungen treffen. Hierzu ist aber die Kenntnis Ihrer besonderen Situation im Voraus notwendig.

Die Schornsteinfegerarbeiten dienen zur Aufrechterhaltung der nicht polizeilichen Gefahrenabwehr, wie zum Beispiel auch die wiederkehrenden Sicherheitsüberprüfungen an Kraftfahrzeugen. Die verschiedenen für das Schornsteinfegerhandwerk zuständigen Ministerien auf Bundes- und Landesebene haben die Notwendigkeit der Schornsteinfegertätigkeiten in diversen Schreiben bestätigt.

Innovationszentrum Schornsteinfegerhandwerk

Für die Zukunft unseres Berufs

Seit 1907: Solidarisch engagiert. Gemeinsam stark.

Die Säulen des ZDS