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Anteil von Strom aus erneuerbaren Quellen steigt

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Anteil von Strom aus erneuerbaren Quellen steigt

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Ein aktueller Bericht des Statistischen Bundesamtes zeigt deutlich, dass erneuerbare Energien einen immer größeren Anteil am deutschen Strommix einnehmen.

Im Sommer diesen Jahres stammten zeitweise fast zwei Drittel des erzeugten Stroms aus erneuerbaren Quellen – ein neuer Rekordwert.

Im dritten Quartal, also in den Monaten Juli, August und September, erreichte der Anteil erneuerbarer Energien 64,1 Prozent und lag damit so hoch wie noch nie in diesem Zeitraum. Insgesamt wurden im Sommer 98,3 Milliarden Kilowattstunden Strom in Deutschland erzeugt und ins Netz eingespeist. Das entspricht einem Anstieg von 2,0 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal, in dem 96,3 Milliarden Kilowattstunden produziert wurden.

Ein wichtiger Motor dieser Entwicklung ist die Windenergie. Ihr Anteil stieg im Vergleich zum Vorjahresquartal um 10,5 Prozent, womit die Windkraft laut dem Statistischen Bundesamt mittlerweile den wichtigsten Energieträger in Deutschland darstellt.

Auch Photovoltaik legte weiter zu. Mit einem Anteil von 24,1 Prozent war die Solarenergie im Sommer die zweitwichtigste Energiequelle und verzeichnete gegenüber dem Vorjahresquartal ein Wachstum von 3,2 Prozent.

Der fortlaufende Ausbau von Windkraft- und Photovoltaikanlagen führte insgesamt zu einem neuen Höchststand bei der Produktion erneuerbarer Energien.

Der Anteil konventioneller Energieträger blieb hingegen nahezu konstant und stieg im dritten Quartal lediglich um 0,4 Prozent im Vergleich zum gleichen Zeitraum des Jahres 2024.

Die Stromerzeugung aus Kohle nahm weiter ab: Sie sank um 2,2 Prozent, nachdem Kohle in den Jahren zuvor bereits deutlich an Bedeutung verloren hatte – von 36,2 Prozent im Jahr 2022 auf 23,4 Prozent im Jahr 2023 und 21,5 Prozent im Jahr 2024.

Trotz dieses kontinuierlichen Rückgangs bleibt Kohle mit 20,6 Prozent im Jahr 2025 weiterhin der drittwichtigste Energieträger.

Die Stromerzeugung aus Erdgas hingegen stieg um 8,1 Prozent und liegt nun bei 12 Prozent. Auch beim innereuropäischen Stromhandel zeigen sich Veränderungen: Die importierte Strommenge sank im Vergleich zu 2024 deutlich. Im Jahr 2025 wurden nur noch 11,9 Prozent des Stroms – also 20,7 Milliarden Kilowattstunden – importiert. Gleichzeitig erhöhte sich der Stromexport um 5,9 Prozent auf 11,8 Prozent.

Der steigende Anteil erneuerbarer Energien führt zu einer messbaren Reduktion der CO₂-Emissionen und verringert gleichzeitig die Abhängigkeit von Energieimporten. Langfristig trägt er zudem zu stabileren Strompreisen bei, da erneuerbare Energien weniger anfällig für globale Krisen oder Rohstoffschwankungen sind. Darüber hinaus stärkt ihr Ausbau die technologische Entwicklung und setzt wichtige Impulse für das wirtschaftliche Wachstum.

Damit markiert der aktuelle Höchststand der erneuerbaren Energieerzeugung einen bedeutenden Schritt für die künftige Energieversorgung Deutschlands – hin zu mehr Nachhaltigkeit, Versorgungssicherheit und wirtschaftlicher Resilienz.

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