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Energie

Solarautos könnten Verkehr revolutionieren

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Solarautos könnten Verkehr revolutionieren

© Stockfoto

Der Verkehrssektor zählt zu den größten Klimatreibern in Deutschland und Europa.

Rund 22 Prozent der Treibhausgasemissionen in Deutschland sowie fast ein Viertel der Emissionen in der EU entstehen durch den Verkehr. Eine aktuelle Studie von TNO, Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE, Sono Motors, IM Efficiency und Lightyear zeigt nun jedoch, dass Fahrzeuge künftig deutlich stärker zum Klimaschutz beitragen könnten.

Im Auftrag der Europäischen Kommission untersuchte das Projekt „SolarMoves“ das technische und praktische Potenzial von Fahrzeugen, die selbst Solarenergie erzeugen können. Die Untersuchung kommt zu dem Ergebnis, dass ein Pkw in Mitteleuropa bis zu 55 Prozent seines Energiebedarfs selbst decken könnte. Voraussetzung dafür sind kurze jährliche Fahrzyklen sowie größere Dachflächen, wie sie beispielsweise SUVs bieten. In Südeuropa könnten Fahrzeuge sogar bis zu 80 Prozent ihres Energiebedarfs über integrierte Solarmodule erzeugen.

Dadurch würden externe Ladevorgänge deutlich reduziert, was nicht nur den Stromverbrauch senkt, sondern auch den Nutzungskomfort erhöht. Gleichzeitig sinkt der externe Strombezug erheblich. Auch für das europäische Stromnetz sehen die Forschenden großes Potenzial. Laut einer Simulation könnte der Strombedarf aus dem europäischen Netz bis 2030 um rund 15,6 Terawattstunden sinken, wenn alle neuen Nutzfahrzeuge zwischen 2024 und 2030 mit sogenannten Vehicle Integrated Photovoltaic (VIPV) ausgestattet würden.

Die Studie betont außerdem, dass die reine Elektrifizierung des Verkehrs nicht ausreiche. „Wir brauchen Innovationen, die den Energiebedarf strukturell senken“, heißt es in der Untersuchung.

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