Solarstrom erreicht neuen Rekord
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Eine aktuelle Untersuchung des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme (ISE) zeigt, dass der Anteil erneuerbarer Energien an der öffentlichen Nettostromerzeugung in Deutschland weiter auf einem hohen Niveau bleibt.
Im ersten Halbjahr 2026 stammten 61,8 Prozent des Stroms aus erneuerbaren Energien. Die Untersuchung betrachtet dabei die öffentliche Nettostromerzeugung – also den Strom, der tatsächlich aus der Steckdose kommt. Besonders die Photovoltaik erreichte einen neuen Höchstwert. Während im Vorjahreszeitraum noch 39,3 Terawattstunden (TWh) Solarstrom erzeugt wurden, stieg die Erzeugung auf 43,2 TWh. Seit 2015 hat sich die Stromerzeugung aus Photovoltaik damit mehr als verdreifacht und zeigt die zunehmende Bedeutung der Solarenergie für die deutsche Stromversorgung.
Auch die Windenergie legte weiter zu. Ihr Anteil an der öffentlichen Nettostromerzeugung stieg von 28,8 auf 30 Prozent. Rückläufig entwickelte sich hingegen die Stromerzeugung aus Wasserkraft. Sie sank von 8,1 auf 1,8 TWh und erreichte damit den niedrigsten Wert seit 2015. Auch die Stromerzeugung aus Biomasse ging leicht von 18,3 auf 17,9 TWh zurück.
Der Anteil der Stromerzeugung aus fossilen Brennstoffen stieg im Vergleich zum Vorjahr um sechs Prozent auf 78,6 TWh. Dennoch blieb der Anteil erneuerbarer Energien an der Nettostromerzeugung mit 61,8 Prozent nahezu konstant und legte gegenüber dem Vorjahr leicht um 0,5 Prozentpunkte zu. Dies zeigt, dass erneuerbare Energien trotz schwankender Erzeugung einzelner Energieträger weiterhin das Rückgrat der deutschen Stromversorgung bilden.
Auch der Ausbau der Photovoltaik setzte sich fort. Im ersten Halbjahr 2026 wurden neue Gebäudeanlagen mit einer Leistung von 2,1 Gigawattpeak (GWp) installiert. Den größten Zubau verzeichneten Freiflächenanlagen mit 3,6 GWp. Damit setzt sich der kontinuierliche Ausbau der Solarenergie in Deutschland fort und leistet einen wichtigen Beitrag zum Erreichen der Klimaschutzziele.
Eine gemeinsame Analyse des Fraunhofer ISE und Agora Energiewende weist jedoch darauf hin, dass die derzeit diskutierten Änderungen im Rahmen der EEG-Novelle die Wirtschaftlichkeit kleiner Photovoltaik-Dachanlagen verschlechtern könnten. Dies könnte den Ausbau insbesondere kleiner privater PV-Anlagen künftig bremsen und damit einen Bereich treffen, der in den vergangenen Jahren wesentlich zum Wachstum der Solarenergie beigetragen hat.
